Ausrüstung damals

Technik, Funk und medizinische Ausstattung

Die Schlagkraft der Motorradstreife basierte bereits in der Vergangenheit auf einer Kombination aus leistungsstarken Fahrzeugen, zuverlässiger Kommunikationstechnik und einer auf den Reiseverkehr zugeschnittenen Ausrüstung.

Fahrzeugflotte und Logistik

Der Fuhrpark war strategisch so aufgestellt, dass Schnelligkeit und logistischer Nachschub Hand in Hand gingen. Zum Einsatz kamen:

  • Einsatzmotorräder: Leistungsstarke Maschinen der Marken BMW und Harley-Davidson bildeten den Kern der Flotte. Für eine lückenlose Einsatzbereitschaft wurden zudem Reservemaschinen vorgehalten.
  • Versorgungsfahrzeuge: Begleitende PKW der Marken Audi und BMW dienten als rollende Logistikzentren. Sie hielten ständigen Kontakt zu den Krädern, um verbrauchtes Sanitäts- und Betreuungsmaterial direkt vor Ort zu ergänzen und die Einsatzfähigkeit der Motorräder sicherzustellen.

Kommunikationstechnik

Für eine reibungslose Koordination mit der Rettungsleitstelle (RlSt) war eine zuverlässige Funkverbindung unerlässlich:

  • Analogfunk: Die Motorräder waren mit 4m-Band Funkgeräten (FuG 8b-1) ausgestattet.
  • Helmsprechgarnituren: Um auch während der Fahrt sicher kommunizieren zu können, waren die Einsatzkräfte – ein Standard, der bis heute fortgeführt wird – mit integrierten Helmsprechgeräten ausgestattet.

Medizinische Notfallausstattung

Die Beladung der Motorräder war so konzipiert, dass trotz begrenztem Stauraum eine umfassende notmedizinische Versorgung möglich war. Die Ausrüstung umfasste unter anderem:

  • Lebensrettende Technik: Beatmungsbeutel, Blutdruckmessgeräte und Absaugvorrichtungen.
  • Invasive Maßnahmen: Infusionslösungen, Infusionssysteme sowie diverse Kanülen.
  • Wundversorgung: Umfangreiches Verbandmaterial, Rettungsdecken und spezielles Zubehör wie SOS-Gurtmesser oder Replantationsbeutel.
  • Erweiterte Hilfe: Neben diversen Notfallmedikamenten wurden auch Hygieneartikel (z. B. Damenhygieneprodukte und Windeln) für Reisende in Notlagen mitgeführt.

Betreuungsdienstliche Beladung

Ein besonderes Augenmerk lag auf der Betreuung der kleinsten Verkehrsteilnehmer. Um Kinder in Unfallsituationen oder bei langen Staus abzulenken und zu beruhigen, führten die Einsatzkräfte spezielle „Kinder-Sets“ mit:

  • Verpflegung: Kindernahrung und Süßigkeiten.
  • Beschäftigung: Malbücher, Stifte, Bilderbücher, Kartenspiele (Quartette) sowie Luftballons.

Diese ganzheitliche Ausstattung unterstreicht, dass die Motorradstreife von Beginn an nicht nur als rein medizinischer Dienst, sondern als umfassender Service- und Betreuungspartner für alle Reisenden agierte.